Die vier jahreszeiten
PROGRAMM
Sturm und Drang – Musik voller Leidenschaft
Dramatische Molltonarten, schroffe Kontraste und drängende Rhythmen prägen die Welt des Sturm und Drang. Johann Christian Bach, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart lassen hören, wie sich im 18. Jahrhundert eine neue, unmittelbare Ausdruckskraft Bahn brach. Haydns Sinfonie Nr. 39 in g-Moll beeindruckt durch ihre ungewöhnliche Besetzung mit vier Hörnern, Mozarts Sinfonie Nr. 25 in g-Moll verbindet jugendliches Feuer mit schicksalhafter Dramatik.
Vivaldi – Die vier JahreszeitenVogelgesang, Gewitter, Tanz und winterliche Kälte: In Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten wird Natur zu Musik. Die vier Violinkonzerte zählen zu den bekanntesten Werken des Barock und verbinden virtuose Solopassagen mit farbenreicher Klangmalerei. Im Frühling erklingen Vogelrufe und festliche Melodien, der Sommer bringt drückende Hitze und ein dramatisches Gewitter, der Herbst führt in eine Welt des Tanzes und der Feier, und der Winter lebt von Kälte, Bewegung und scharfen Kontrasten. Kaum ein Werk zeigt eindrucksvoller, wie unmittelbar Musik Bilder und Empfindungen hervorrufen kann.
Mozart – Zwischen Dramatik und Vollendung
Mozarts Sinfonien Nr. 25 und Nr. 40 in g-Moll gehören zu seinen eindrucksvollsten Werken in dieser Tonart. Die frühe Sinfonie KV 183 lebt von jugendlicher Unruhe und dramatischer Energie, die späte KV 550 entfaltet eine tiefere, spannungsreiche Ausdruckswelt. Die berühmte Jupiter-Sinfonie KV 551 zeigt schließlich Mozarts einzigartige Gabe, melodischen Reichtum mit formaler Klarheit und kunstvoller Stimmführung zu verbinden.
Beethoven – Ausdruck und musikalische Kraft
Ludwig van Beethovens Fünfte Sinfonie gehört zu den prägendsten Werken der klassischen Musik. Aus einem kurzen, unverwechselbaren Motiv entwickelt sich ein großer musikalischer Bogen – getragen von Spannung, rhythmischer Wucht und dem befreienden Weg von c-Moll nach C-Dur.
Eine ganz andere Seite seiner Tonsprache zeigt die Romanze für Violine und Orchester in F-Dur: Ihre lyrische Melodie und der intime Dialog zwischen Solovioline und Orchester eröffnen eine feine, gesangliche Ausdruckswelt.
Mendelssohn – Frühe Meisterwerke
Der Sinfoniesatz in c-Moll (1823) und das posthum veröffentlichte Violinkonzert in d-Moll (1822) führen in Mendelssohns frühe Schaffensjahre. Beide Werke lassen einen jungen Komponisten erkennen, der klassische Form bereits mit melodischer Erfindungskraft und ausdrucksstarker Klanggestaltung zu verbinden weiß.